muecken-blog.de
Allgemein
< Extrem bissig: Der...
02.09.2015

Angriff ist die beste Verteidigung: Die interessantesten Verteidigungsstrategien von Insekten

Für viele Tiere sind Insekten ein gefundenes Fressen: die kleinen,oft zerbrechlich wirkenden Krabbeltierchen machen den Anschein, als könnte man sie mit Leichtigkeit fangen und mit einem Haps verzehren. Doch Vorsicht ist geboten, denn die Insekten haben ihre eigenen faszinierenden Abwehrmechanismen entwickelt, um Fressfeinden das Leben schwer zu machen.

Die Stinkwanzen machen ihrem Namen alle Ehre: Bei Gefahr sondern sie ein übelriechendes Sekret aus ihrem Hinterleib ab, welches sehr lange anhält. Mit dieser Methode sorgen sie dafür, dass Feinde lieber einen großen Bogen um sie machen und sich ein anderes Opfer suchen [1].

Die Insektenordnung der Stab- oder Gespenstheuschrecken verfügt über eine vielleicht etwas gruselig anmutende Verteidigungsmaßnahme: Bei Gefahr sind sie in der Lage, ein Körperteil abzuwerfen, um von sich abzulenken. Dieses verlorene Körperteil wächst bei der nächsten Häutung wieder vollständig nach.

Der Bombardierkäfer ist wandelndes Dynamit: In seinem Hinterleib kann er aus verschiedenen chemischen Substanzen eine explosive Mischung zusammenbrauen. Ist Gefahr im Anmarsch, schießt er dieses Gemisch, welches als 100 °C heißes Gas aus seinem Hinterleib austritt, auf seine Fressfeinde und verbrüht sie so [1].

Die spanische Fliege, ein Käfer aus der Familie der Ölkäfer, besitzt die Fähigkeit des sogenannten Reflexblutens: Dabei können sie aus ihren Beinen bei Gefahr Hämolymphe absondern, welche hautreizend wirkt und so Feinde vertreibt [1].

Die Raubwespen nutzen andere Insekten als Schutz: Sie legen ihre Eier in die Raupen von Faltern, welche selbst extrem giftig sind und daher von Fressfeinden nicht angerührt werden. Die Larven, die resistent gegen das Raupengift sind, wachsen sodann in den Raupen heran und ernähren sich von ihnen, bis sie letztendlich das Erwachsenenstadium erreicht haben [1].

[1] Meister von Angriff und Verteidigung, GEO kompakt,
     Heft 11/07, 80-81

Insektenschutz durch Pendeltüren und Plissees