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29.07.2015

Das grüne Heupferd

Das grüne Heupferd zirpt in den Monaten von Juli bis Oktober durch Wald und Wiese. Es ist in fast ganz Europa weit verbreitet und kommt überall recht häufig vor. Mehr über dieses interessante Insekt erfahren Sie heute auf dem Mückenblog.

Das grüne Heupferd (Tettigonia viridissima) ist mit einer Länge von bis zu 42 mm die mitunter größte Heuschreckenart Deutschlands. Was ihren Aufenthaltsort angeht ist sie recht anspruchslos. Sie ist ebenso in Gärten und in Gemüse-, und Getreidefeldern zu finden wie auch an Wegesrändern [1].
Das grüne Heupferd ist am ganzen Körper grün gefärbt. Sehr selten kommen auch Exemplare mit gelben Beinen oder kompletter gelber Färbung vor. Die Fühler sind 5 cm lang und überragen somit den Körper der Schrecke selbst. Mit den recht langen Flügeln kann das grüne Heupferd weite Strecken im Flug zurücklegen: Bis zu 100 m weit kann es fliegen. Es ist ein ebenso guter Springer wie Flieger: Mit seinem hinteren Beinpaar kann es gewaltige Sprünge machen [2].

Das grüne Heupferd ernährt sich weniger von Pflanzen. Vielmehr ist es ein Fleischliebhaber, besonders Fliegen, Raupen und Kartoffelkäverlarven stehen auf seiner Speisekarte ganz oben [1]. Mit ihrem Gesang locken die Heupferd-Männchen ein paarungswilliges Weibchen an. Nachdem die Paarung, die 45 Minuten dauern kann, stattgefunden hat, legt das Weibchen mithilfe seines Legebohrers die 5 bis 6 mm großen Eier in ein Loch im Erdboden. Der Entwicklungszyklus der Eier kann sich von 1,5 bis zu 5 Jahren erstrecken [1].

Hierzulande kommt neben dem grünen Heupferd nur noch eine weitere Art aus der Unterfamilie der Heupferde vor: Das Zwitscher-Heupferd (Tettigonia cantans), dessen Gesang aus lauten Schwirrtönen ihm seinen Namen eingebracht hat.

Insektenschutz durch Pendeltüren und Plissees

[1] Bellmann Heiko: Der neue Kosmos Insektenführer, Franckh-
     Kosmos-Verlags GmbH & Co. KG, 2009

[2] Kanbay Feryal: Insekten, Spinnen und Co., Compact Verlag, 2010