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12.09.2014

Der Weg ins Warme

Naht die kalte Jahreszeit heran, freut man sich, dass lästige Plagegeister wie Stechmücken und Fruchtfliegen von der Bildfläche verschwinden. Doch die Freude währt meist nur kurz: Denn werden die Tage kürzer und Temperaturen niedriger, kann man oft beobachten, wie so manches Insekt oder Spinnentier sein Winterlager in den eigenen vier Wänden aufschlägt. Jedoch muss man nicht mit diesen lästigen Mitbewohnern den Winter verbringen, denn es gibt einige Methoden, wie man Insekten fernhalten kann von den warmen Ecken des eigenen Hauses.

Insekten haben viele unterschiedliche Mechanismen, um die Zeit über den Winter zu überbrücken und sich vor den kalten Temperaturen zu schützen.
Die meisten Insektenlarven überwintern als Puppe. Dieses Übergangsstadium benötigt keine Nahrung und ist auch ansonsten inaktiv. Im Frühjahr wacht sie langsam aus ihrer Winterstarre auf und aus der Puppe schlüpft dann das fertige Insekt [1].

Auch die Spinnentiere haben Mechanismen entwickelt, um ihren "Winterschlaf" zu halten:
Viele Spinnenarten suchen sich ein sicheres Versteck vor der Kälte im Boden oder sie verstecken sich im herabgefallenen Laub.

Eine ganz besondere Methode zur Überwinterung haben die Wasserspinnen entwickelt: Sie ziehen in leere Schneckenhäuser ein, verschließen diese mit einem Spinnennetz und lassen sich in diesem Schneckenhaus an der Wasseroberfläche einfrieren. Ihr Organismus fährt dabei herunter und so überdauern sie die kalten Monate, bis der Frühling wieder naht.

Auch wenn es zahlreiche Überwinterungsstrategien gibt, verirren sich zahlreiche Krabbeltiere dennoch in Wohnräume und Keller, sobald die kalten Tage hereinbrechen, um so den eisigen Temperaturen zu entfliehen.

Besonders Fliegen mögen die Wärme von Wohnhäusern sehr gerne und ziehen sich hier zurück. Das kann für die Bewohner des Hauses zu einem echten Ärgernis werden. War man froh, dass der Sommer zu Ende gegangen ist und damit auch lästige Mücken, Fliegen und sonstiges Getier aus Wohnräumen verschwunden sind, haben sie leider auch im Winter Hochkonjunktur, wenn man Pech hat.

Um das Eindringen von Krabbelgetier in die eigene Wohnung zu verhindern, ist es sinnvoll, Lichtschachtabdeckungen an Kellerfenstern zu installieren. Diese machen es möglich, Fliegen, Spinnen, etc. aus den eigenen vier Wänden fernzuhalten. Zudem haben sie den positiven Nebeneffekt, dass sie Schutz vor heruntergefallenem Laub sowie Schmutz bieten.

Durch das Einsetzen von solchen Lichtschachtabdeckungen ist man nicht mehr gezwungen, sich seine Wohnung mit so manch ungeliebtem Getier zu teilen. So kann man es sich an einem kühlen Herbst- oder Winterabend in aller Ruhe gemütlich machen, ohne von lästigen Insekten gestört zu werden.

Insektenschutz durch Lichtschachtabdeckungen

[1] Hickman, Cleveland P.: Zoologie, Pearson Studium, 2008