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26.07.2015

Der Weg zur Nahrung: Wie finden Mücken uns eigentlich?

Wir alle ärgern uns fürchterlich, wenn wir das Opfer von Stechmücken werden. Doch wie schaffen es Mücken eigentlich, uns wie ferngesteuert zu finden und uns dann mit ihren lästigen Stichen zu peinigen?

Forscher des California Institute of Technology in Pasadena haben ein Paper veröffentlicht, in dem sie neue Erkenntnisse vorgestellt haben, auf welche Art und Weise Stechmücken ihr potentielles, warmblütiges Opfer finden. Die Suche nach frischem Blut beruht auf einer Kombination aus drei Reizen: Dem Geruchssinn, dem Temperaturempfinden sowie dem visuellen Reiz [1].
Zunächst nimmt die Mücke Kohlendioxid wahr, welches von uns ausgeatmet wird. Spuren des Kohlendioxids können die Mücken noch bis auf 50 m Entfernung registrieren. Haben sie sich uns nun, angezogen von dem CO2, bis auf etwa 10 m angenähert, kommt der zweite Sinnesreiz ins Spiel: die visuelle Wahrnehmung [1]. Umrisse des Menschen sowie Bewegungen werden bemerkt, sodass die Mücke bis auf einen Meter näher kommt. Dann kommt der letzte Faktor zum Tragen: Durch die vom menschlichen Körper abgegebene Wärme wird die Mücke direkt zu ihrem Opfer gelotst. Dort angekommen sticht sie dort zu, wo sie besonders viel Nahrung erwarten kann, wo also viel Blut fließt. Das ist dort der Fall, wo die Wärmeabgabe des Körpers am größten ist, welche sie registriert und dann zusticht.

Mückenschutz durch Kellerschachtabdeckungen

[1] Van Breugel Florian, Riffell Jeff, Fairhall Adrienne, Dickinson
      Michael: Mosquitoes Use Vision to Associate Odor Plumes with
      Thermal Targets