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09.11.2014

Die Gemeine Stubenfliege

Auch wenn sie in den heißen Sommermonaten verstärkt auftritt, "beehrt" sie uns auch das restliche Jahr über und kann dabei in den meisten Fällen ziemlich lästig werden. Die Stubenfliege ist äußerst flink und dadurch ist es sehr schwer, sie zu fangen und zu beseitigen. Wie Sie einer Invasion durch die Stubenfliege vorbeugen und was sie tun können, wenn sie schon in ihrem Haus ist, können Sie hier nachlesen.

Skizze einer Stubenfliege (lat.: Musca domestica)

Die Stubenfliege (lat.: Musca domestica) gehört der Unterordnung der Fliegen (lat.: Brachycera) an, welche zusammen mit den Mücken (lat.: Nematocera) die Ordnung der Zweiflügler darstellt [1].

Die Stubenfliege ist mit ihrer Länge von 6 bis 8 mm eine eher kleine Fliege und gut zu erkennen an ihrer dunkelgrauen Färbung und dem gelblich-braunen Hinterleib [1].
Der Kopf trägt große rötliche Facettenaugen, welche in der Mitte nicht aneinander stoßen [2].
Die Hinterflügel sind zu sogenannten Halteren reduziert. Diese werden auch Schwingkölbchen genannt und dienen der Stabilisierung während des Fluges sowie der Orientierung im Raum [3].

Sie ist überall und sehr häufig zu finden, vor allem in Wohnbereichen, in denen die Fliegen besonders von Speisen und Essensresten angezogen werden.
Diese stellen auch ihre Hauptnahrungsquelle dar. Hat die Stubenfliege etwas Leckeres erspäht, schwirrt sie heran und setzt sich auf das Objekt der Begierde. Interessanterweise tragen die Stubenfliegen an den Füßen Chemorezeptoren. Das sind spezielle Sinneszellen, mit denen die Fliegen in der Lage sind, Zucker wahrzunehmen [2]. Durch den Kontakt der Füße mit etwas Essbarem kann die Stubenfliege alle möglichen Keime und dadurch zahlreiche Krankheiten übertragen, wie etwa Typhus, Cholera, Kinderlähmung und Maul- und Klauenseuche [4].

Vorbeugen kann man einer Fliegenplage, indem man darauf achtet, keine Lebensmittel offen herumliegen zu lassen und Komposthaufen möglichst weit vom Haus entfernt anzulegen.
Ebenso kann man Fliegengitter an Fenstern anbringen, um der Fliege das Eindringen ins Haus gar nicht erst zu ermöglichen.

Sind jedoch schon Fliegen in die eigenen vier Wände gelangt, können Fliegenfänger an die Decke gehängt werden. Man kann sich auch selber eine Fliegenfalle basteln, indem man einfach Fruchtsaft und etwas Essig in ein Schälchen mit Wasser gibt. Dazu fügt man ein paar Tropfen Spülmittel, welches die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzt. Angelockt von dem Saft setzen sich die Fliegen auf die Wasseroberfläche, gehen jedoch durch das zugegebene Spülmittel unter und ertrinken.
Beachtet man diese kleinen Tipps und Tricks, kann man diese fliegenden Plagegeistern weitestgehend aus seinen Wohnräumen fernhalten.

Fliegengitter vom Insektenschutzprofi

 

[1] Bellmann Heiko, Der neue Kosmos Insektenführer, Franckh-
     Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, 2009

[2] Rietschel Siegfried, Insekten, BLV, 2002

[3] Munk Katharina, Zoologie, Georg Thieme Verlag KG, 2011

[4] Mehlhorn, Birgit und Heinz; Zecken, Milben, Fliegen,
     Schaben,...Schach dem Ungeziefer; Springer Verlag; 1990