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19.09.2014

Die Kellerassel - ein "räudiges Schweinchen"

Der lateinische Name dieses Lebewesens bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie "räudiges Schweinchen". Bei dem im folgenden vorgestellten Tier ist der Name Programm: Auch wenn sie an sich harmlos ist und keine großen Schäden anrichtet bzw. Krankheiten überträgt, ist die Kellerassel kein gern gesehener Gast in den eigenen vier Wänden. Wie man ihr vermehrtes Auftreten im eigenen Keller vermeiden kann, ist im heutigen Artikel zu lesen.

Zeichnung einer Kellerassel (Porcellio scaber)

Die Kellerassel (lat.: Porcellio scaber) gehört der Klasse der Krebse (lat.: Crustacea) an und ist bestimmt jedem schon einmal im Keller über den Weg gekrabbelt.

Ihr Lieblingsversteck sind dunkle, kühle Räume, die eine leichte Feuchtigkeit aufweisen. Daher werden Kellerräume gerne von den Kellerasseln bevölkert. Ebenso sind sie oft unter Steinen und in dunklen, feuchten Ecken im Garten zu finden.

Die Kellerasseln haben einen sehr flachen, ovalen Körper mit 7 Beinpaaren und einem auffälligen Antennenpaar am Kopf. Sie ist am gesamten Körper dunkelgrau gefärbt [1].

Obwohl sie an sich kein Überträger von Erkrankungen ist und äußerst nützlich sein kann, da sie abgestorbene organische Substanzen frisst und so vernichtet, ist die Kellerassel dennoch für viele Menschen sehr lästig. Sie hält sich oft in größerer Anzahl vor allem in Kellerräumen auf und ernährt sich mitunter von dort gelagertem Gemüse, Obst und Kartoffeln und schädigt diese so [1].

Um gegen Kellerasseln vorzugehen, gibt es sehr viele effektive Methoden:

So kann man zum einen ein Handtuch, welches vorher mit warmem Wasser befeuchtet wurde, in die Nähe der Kellerasseln legen. Da die Kellerasseln Wärme sowie Feuchtigkeit lieben, werden sie es sich nach geraumer Zeit auf dem Handtuch gemütlich machen. Dann kann man das Handtuch mit den Asseln ganz einfach nach draußen tragen und die kleinen Tierchen dort aussetzen.
Genauso kann man altes, angefaultes Obst und Gemüse in eine Schüssel legen und damit eine Falle für die Kellerasseln bauen. Sie werden von der Nahrung angelockt und sobald sie in der Schüssel sitzen, kann man sie wieder ins Freie bringen [2].

Neben diesen beiden Möglichkeiten ist es ebenso sinnvoll, Lichtschachtabdeckungen zu montieren. Dadurch können die kleinen Krabbeltiere gar nicht erst in das Haus gelangen. Zudem sollte man darauf achten, dass gerade die Kellerräume nicht zu feucht sind. Außerdem sollte man kein Obst oder Gemüse im Keller lagern, welches die Kellerasseln magisch anzieht.

Beherzigt man diese Tipps, kann man sehr einfach verhindern, dass die räudigen Schweinchen in das eigene Haus eindringen.

 

Insektenschutz durch Lichtschachtabdeckungen

 

[1] Mehlhorn, Birgit und Heinz; Zecken, Milben, Fliegen,     Schaben,...Schach dem Ungeziefer; Springer Verlag; 1990

[2] http://www.helpster.de/kellerassel-plage-so-werden-sie-sie-
     los_84751, aufgerufen am 19.09.2014, 21:34 Uhr