muecken-blog.de
Allgemein
< Die Kellerassel - ein...
01.10.2014

Die Mistbiene

Wirft man nur einen kurzen Blick auf sie, könnte man meinen, eine Biene vor sich zu haben. Durch ihren Körperbau und die für Bienen typische Färbung weist sie eine verblüffende Ähnlichkeit zu der Honigbiene auf, die in einem früheren Artikel behandelt wurde. Erstaunlicherweise ist die Mistbiene, welche heute Thema ist, keine Bienenart, sondern zählt zur Familie der Schwebfliegen.

Die Mistbiene (lat.: Eristalis tenax) ist am gesamten Körper dunkelbraun gefärbt und hat gelbbraune Flecken auf ihrem Hinterleib. Durch dieses Erscheinungsbild ist sie sehr leicht mit einer Honigbiene zu verwechseln.
Sie hat eine Körperlänge von 15 bis 19 mm, der Körper ist dicht behaart und die großen Augen sind mit zwei Haarbändern versehen, was die Mistbiene von der Honigbiene unterscheidet [1].

Was den Lebensraum der Mistbiene angeht, ist der Name Programm: Sie kommt zwar in fast allen Lebensräumen sehr häufig vor, jedoch hat sie eine Vorliebe für Gegenden rund um Bauernhöfe. Hier legt die Mistbiene ihre Eier in Jauchegruben und Misthaufen ab, wo sie sich dann zum adulten Tier entwickeln [2].

Die Larven, die aus den Eiern schlüpfen, werden auch Rattenschwanzlarven genannt und sehen aus wie Fliegenmaden.
Die Rattenschwanzlarve hat einen sehr langen Schwanz, dem sie ihren Namen zu verdanken hat. Der Schwanz hat die Funktion eines Atemrohrs, welches in seiner Länge verstellbar ist. Mit ihm ist die Larve in der Lage, unter Wasser zu atmen und dort ihren Entwicklungszyklus zu vollziehen [2]. Ist die Larve kurz vor dem letzten Entwicklungsstadium, der Verpuppung, verlässt sie das Wasser, um sich in Ufernähe zur fertigen Mistbiene zu häuten.

 

Insektenschutz durch Lichtschachtabdeckungen

 

[1] Rietschel Siegfried, Insekten, BLV Verlagsgesellschaft, 2002

[2] Bellmann Heiko, Der neue Kosmos Insektenführer, Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, 2009