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24.08.2015

Extrem bissig: Der Wadenstecher

Meistens ernährt sich dieses Insekt vom Blut von Weidetieren wie Pferden oder Rindern. Aber auch der Mensch kann ihm zum Opfer fallen, was mitunter ziemlich schmerzhaft werden kann.

Der Wadenstecher (Stomoxys calcitrans) gehört zu den Zweiflüglern (Diptera). Er ist 6 bis 8 mm groß und wird aufgrund seines Erscheinungsbildes oft mit einer normalen Stubenfliege (Musca domestica) verwechselt. Anders als diese hat der Wadenstecher aber einen grauen Hinterleib, der dunkel gefleckt ist. Zudem ist er im Besitz eines Stechrüssels [1].

Am liebsten hält er sich in Pferdeställen auf, wo er sich durch einen gezielten Stich von dem Blut von Pferden ernährt. In eben diesen Ställen legen die Wadenstecher-Weibchen auch nach dem Akt des Blutsaugens ihre Eier ab. 60 bis 100 Eier werden auf einmal in Futterresten oder Pferdekot abgelegt. Hier herrschen mit relativ hohen Temperaturen und wenig Licht ideale Bedingungen für die Entwicklung der Eier [2]. Aber auch Haustiere und Menschen sind nicht vor ihm sicher. Vor allem sticht der Wadenstecher in die Beine, woher auch sein Name rührt. Der Wadenstecher ist ein sehr gefräßiger Genosse. Er kann mehr als das doppelte seines Körpergewichts an Blut zu sich nehmen [2].
Maßnahmen, mit denen man den Wadenstechern den Garaus machen kann, sind zum einen Hygienemaßnahmen. Man sollte darauf achten, Ställe so trocken wie möglich zu halten und diese regelmäßig zu reinigen. Das Verteilen von Kieselgur wirkt desinfizierend und feuchtigkeitsmindernd, da es eine absorbierende Wirkung hat und die Feuchtigkeit von Pferdekot aufnimmt.

Pendeltüren und Spannrahmen vom Insektenschutzprofi

[1] Bellmann Heiko: Der neue Kosmos Insektenführer, Franckh-
     Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, 2009

[2] Deplazes Peter, Eckert Johannes, von Samson-Himmelstjerna
     Georg, Zahner Horst: Lehrbuch der Parasitologie für die
     Tiermedizin; Enke Verlag; 2012