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Spinnentiere
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30.10.2014

Weberknecht und Hauswinkelspinne - meist ungern gesehene Mitbewohner

Spinnen gehören zu den landlebenden Tieren, die schon am längsten auf der Erde weilen. Viele Menschen fürchten sich vor Spinnentieren, obwohl sie gerade in unseren Breiten meist harmlos sind. Im Folgenden werden zwei Spinnenarten behandelt, welche in Häusern am häufigsten vorkommen.

Die Ordnung der Weberknechte (lat.: Opiliones) umfasst innerhalb der Klasse der Spinnentiere etwa 6000 verschiedene Arten [1].
Die Weberknechte unterscheiden sich von den meisten Spinnen in ihrem Körperbau: Normalerweise ist der Spinnenkörper in zwei Segmente unterteilt, dem Vorderleib (Prosoma) und dem Hinterleib (Opisthosoma). Bei dem Weberknecht jedoch sind diese Segmente miteinander verwachsen, sodass der Körper ungegliedert ist. Ebenso besitzen die Weberknechte keine Spinndrüsen, wie es eigentlich typisch für Spinnen ist. Aus diesen Gründen zählen die Weberknechte nicht zu den echten Spinnen.

Der Weberknecht ist nachtaktiv, sodass er tagsüber kaum zu bemerken ist und versteckt in Ecken oder unter Schränken ruht [2]. Er besitzt 8 sehr lange, dünne Beine. Vergleicht man den Körper mit der Beinlänge, beträgt die Körperlänge nur ca. 5 mm, nimmt man die Beinlänge dazu, erreicht der Weberknecht eine Größe von 6 bis 7 cm [2].
Fühlt sich der Weberknecht von Fressfeinden bedroht, kann er sogar seine Beine abwerfen, um den Feind abzulenken und ihm so zu entkommen. Eine weitere Methode, wie er Feinde abwehrt, ist es, ein Sekret aus Stinkdrüsen abzusondern, welches betäubend wirkt.

Nach der Paarung werden die Eier von dem Weberknechtweibchen in Ritzen und Spalten abgelegt. Aus den Eiern schlüpfen dann die Jungtiere, die bereits wie ausgewachsene Weberknechte aussehen [2].

Im Gegensatz zu dem Weberknecht zählt die folgende häufig in Häusern vorkommende Spinnenart zu den echten Spinnen: Die Hauswinkelspinne (lat.: Tegenaria domestica). Sie zählt zu der Gattung der Winkelspinnen und gehört zu den größten in Deutschland beheimateten Spinnenarten. Ihr Körper allein kann bis zu 2 cm groß werden [2].
Ihr großer Körper und auch die Beine sind schwarz behaart, wodurch sie einer Vogelspinne ähnelt.
Sie ist leicht zu verwechseln mit anderen Spinnenarten, jedoch hat sie ein charakteristisches Merkmal, das sie von anderen Arten abhebt: Der Hinterleib der Hauswinkelspinne weist eine hell-dunkle Fleckenzeichnung auf, die bei anderen Arten fehlt [3]. Ihr Netz spinnt die Hauswinkelspinne vor allem in feuchten Ecken innerhalb des Hauses oder unter Dächern. In dieses legt sie auch ihre Eier nach der Paarung. Aus den Eiern schlüpfen kleine Hauswinkelspinnen, die den adulten Hauswinkelspinnen ähneln.

Da sich viele Menschen vor den beiden in diesem Artikel genannten Spinnenarten fürchten, kann man sie aus den eigenen vier Wänden fernhalten, indem man zum einen versucht, Versteckmöglichkeiten zu vermeiden. Zum anderen kann man die Netze der Hauswinkelspinne entfernen, sodass sie keine Rückzugsmöglichkeiten mehr haben.

Insektenschutzgitter vom Insektenschutzprofi

 

[1] Storch Volker, Welsch Ulrich; Kurzes Lehrbuch der Zoologie;
     Elsevier  GmbH; 2005

[2] Mehlhorn, Birgit und Heinz; Zecken, Milben, Fliegen,
     Schaben,...Schach dem Ungeziefer; Springer Verlag; 1990

[3] Bellmann Heiko, Der neue Kosmos Insektenführer, Franckh-
     Kosmos-Verlags-GmbH & Co. KG, 2009